Mobile Sicherheit für Smartphones – und wann sie wichtig wird

Mobile Sicherheit für Smartphones – und wann sie wichtig wird

Mehr Leistung, mehr Zoll, mehr Funktionen – aber auch mehr Sicherheit? Moderne Smartphones vereinen zwar immer mehr Features unter ihrem (inzwischen sehr dünnen) Dach, aber an die Sicherheit denken die Hersteller selten. Wir zeigen Ihnen, warum Handys immer anfälliger gegenüber Schadsoftware werden – und was Sie im Ernstfall unternehmen können.

Aber wer hackt den schon ein Telefon…
Genau dies ist das Problem: Ein aktuelles Smartphone ist kein Mobiltelefon mehr, sondern ein kleiner Computer, der fast schon zufällig nebenbei telefonieren kann. Ergo sind diese Geräte auch mit allen Schwachstellen ausgestattet, die ein Computerbetriebssystem auszeichnet. Warum es sich lohnt, Smartphones zu „kapern“ und an Dateien oder Tasteneingaben zu gelangen, kann viele Gründe haben:

– Private Dateien speichert heutzutage fast jeder Anwender auf seinem Handy. Dabei kann es sich um Bilder, Videos, Dokumente oder auch E-Mails handeln.

– Viele Daten werden vom Smartphone automatisch in Cloud-Dienste hochgeladen. Was passieren kann, wenn diese Zugangsdaten in die falschen Hände geraten, hat man Anfang August gesehen, als zahlreiche persönliche Bilder von US-Stars und -Sternchen an die Öffentlichkeit drangen (Celebrity photo leaks 2014).

– Beim Online-Banking über Mobile-TAN-Verfahren spielt das Handy eine wichtige Rolle. Wer Zugriff auf diese Daten bekommt, kann zwar noch nicht direkt auf das Bankkonto der betroffenen Person zugreifen – aber ein erster Schritt ist getan.

Muss ich jetzt schnell handeln?
Nicht unbedingt. Die Gefahr steckt im Vergleich zum klassischen Computer noch immer in den Kinderschuhen, wirklich wichtige Ausbrüche von Viren, Trojanern und Würmern auf Mobiltelefonen hat es bislang noch nicht gegeben. Aber: Es ist natürlich nie falsch, sich vorzubereiten und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Auf Smartphones gibt es Security Software meist zu einem Bruchteil des PC Preises. Auch bekannte Unternehmen wie Norton oder auch Kaspersky bieten ihre Software für wenige Euros für alle Geräte mit Android, Windows Phone oder iOS an. Ein Tipp lautet natürlich wie immer, dass das Ausprobieren einer kostenlosen Version – falls vorhanden – ratsam ist. Gerade bei leistungsschwachen Handys sollte dieser Ratschlag beherzigt werden, da das permanente Scannen nach Viren doch ein wenig Leistung benötigt.

Wie kann ich beim Handyverlust handeln?
Auch hier kann Software dieser Art helfen: Viele Programme wie Mobile Security & Antivirus bieten sehr präzise Lokalisierungsfunktionen an. Damit wird dem Anwender ein Code bereitgestellt, der beim Verlust des Smartphones auf einer eigens eingerichteten Webseite eingegeben werden kann. Daraufhin sendet das Handy einen GPS-Code aus, der wiederum durch Kartendienste wie Google Maps in eine genaue Positionsangabe umgesetzt werden kann. Auf diese Weise ist es in wenigen Minuten möglich, das Gerät bis auf wenige Meter genau zu lokalisieren. Wer den möglicherweise berechtigten Verdacht hegt, dass das Smartphone gestohlen wurde, kann ebenfalls über bestimmte Codes das Handy sperren oder gar Daten löschen lassen, und bestimmte Modelle verweigern sogar die Mitarbeit, wenn die SIM-Karte ausgetauscht wird. Lösungen existieren also reichlich – aber wie immer bringen sie nicht viel, wenn sie der Anwender nicht auch nutzt.

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