Handy-Internet-Flat heute: lang lebe die Vielfalt

Die mobile Internet-Flatrate ist nun nichts Neues mehr. Wohl aber ihre vielen Varianten: Die klassische Flat hat Verwandte bekommen, allen voran die werbefinanzierte Flatrate, die für einige Nutzergruppen sehr interessant sein kann.

Werbe-Flat für Privatkunden auf dem Vormarsch

Bei einer Handy-Internet-Flat, wie es sie bei Netzclub gibt, gehört die Werbung zum Paket. Das läuft folgendermaßen: Per SMS bekommen Nutzer verschiedenste Werbeangebote, und durch diese Werbepartner von Netzclub wird die Handy-Internet-Flat günstiger. Man muss also lediglich abwägen, ob einem die regelmäßige SMS-Werbung die Ersparnis wert ist; da die Angebote ganz ohne Verpflichtungen daherkommen, fällt die Antwort meistens eindeutig aus.

Firmen-Flats brauchen LTE

Auf dem Firmenhandy sieht es natürlich anders aus. Dort wird der Tarif ohnehin vom Arbeitgeber bezahlt – der Sparfaktor fällt also nicht ins Gewicht. Umso mehr Wert wird dafür auf die Performance gelegt. Gerade im Business-Bereich greifen die meisten Nutzer zu LTE. Die Preise sind zwar gefallen, aber immer noch deutlich teurer als 3G- und HSDPA-Tarife. Aktuell beginnt LTE bei etwa 35 Euro pro Monat, eine Telefon-Flat ist dann aber nicht zwangsläufig enthalten. Auch die Geschwindigkeiten sind bei LTE stark gestaffelt, von 7,2 bis 150 MB/s ist alles möglich. Eine große Spanne in jeder Hinsicht also.

Auslandsflat wahlweise einbauen

Da die Welt immer kleiner wird und der Mensch immer mobiler, werden auch Auslands-Flats immer mobiler. Viele normale Tarife beinhalten zwar schon kleine Auslands-Boni, diese reichen jedoch nicht wirklich aus (etwa pro Monat eine 10 MB-Gutschrift für EU-Auslands-Nutzung). Um hohe Kosten zu vermeiden, ist eine richtige Auslands-Flat empfehlenswert. Zunächst bei der Telefonie: Bei manchen Providern kann man für zehn Euro ein Paket hinzubuchen, dass mehrere hundert Telefonminuten aus dem Ausland erlaubt. Auch mobiles Internet kann per Baustein hinzugebucht werden, zum Beispiel 100 MB pro Monat für 10 Euro.

Die Zukunft: gesplittete Internet-Tarife

Der Unterschied zwischen Telefonie- und Internet-Tarifen könnte in der Zukunft ohnehin wegfallen. Denn wie schon die SMS wird auch die Telefonie mehr und mehr über das Internet abgewickelt. Das bedeutet mehr Volumenverbrauch, außerdem ist eine schnelle und konstante Verbindung nötig. Das Internet muss also noch einige Schritte machen, bevor VoIP (Voice-over-IP) im Alltag ankommt. Wenn es soweit ist, werden sich die Handy-Internet-Flats erneut weiterentwickeln: Schon jetzt gibt es Tarife, bei denen der WhatsApp-Traffic gesondert berechnet wird (sofern es nicht auf dem PC genutzt wird). Die Internetnutzung wird somit in verschiedene Segmente aufgeteilt. Gerade bei der mobilen Internet-Telefonie macht eine solche Spaltung Sinn, da das Durchflussvolumen dort noch deutlich größer ist.

News Bild: © Jupiterimages/Stockbyte/Thinkstock

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